Persönlichkeitstest Lebensrad



Das Lebensrad – eine buddhistische Methode der Selbstfindung

Stress und Anforderungen bestimmen in der heutigen Zeit den ständigen Alltag. Um mit diesem immensem Druck fertig zu werden, entdecken immer mehr Menschen asiatische Religionen, wie beispielsweise den Buddhismus für sich, da diese eine innere Ruhe und Gelassenheit versprechen. Ein Begriff, welcher in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist das sogenannte Lebensrad, bzw. das Rad des Werdens.

 

Was ist das Lebensrad genau?

Das Lebensrad stellt ein Symbol der buddhistischen Erleuchtung dar. Angeblich soll Buddha den ewigen Kreislauf des Lebens verstanden und daraus einen Weg des Ausbruchs abgeleitet haben. Diesen Lebenskreislauf versucht das Lebensrad darzustellen, damit Gläubige ebenso versuchen können den Hinterausgang dieses Kreislaufs zu finden. Mittlerweile verwenden jedoch nicht nur gläubige Buddhisten diese Darstellung für ihre Meditation. Selbst Menschen außerhalb des Buddhismus sind von der Wirksamkeit dieser Darstellung bei richtiger Verwendung überzeugt. Vorrangig dient dieses Bild heute als Hilfe zur Meditation und wird verwendet, um sich stets über die verschiedenen Phasen des Lebens im klaren zu sein. Meist enthält es die gleichen Symbole und folgt demselben Schema. In der Mitte des Rads befindet sich immer eine in Zwölf Teile untergliederte Darstellung des Lebens nach buddhistischer Vorstellung.
Das Lebensrad kann auch als Persönlichkeitstest definiert werden.

 

Das Lebensrad und seine Interpretation

Das Rad des Lebens ist eine der ältesten Darstellungen des Wiedergeburtenkreislaufs aus dem Buddhismus und gehört damit auch zu den ältesten Bildtypen der buddhistischen Malerei. Daher sind nicht nur Gläubige, sondern auch Kunstliebhaber aus aller Welt um die Interpretation des Gemäldes bemüht und es haben sich neben den individuellen auch allgemeingültige Betrachtungsweisen etabliert. Das Lebensrad soll das Wirken des Karmas nach altindischer Vorstellung repräsentieren und dieses symbolisch veranschaulichen. Meist findet man es in buddhistischen Tempeln an der Außenwand der Vorhalle. Diese Platzierung ist gewünscht, damit der Gläubige beim Betreten des Tempels als Erstes auf das Lebensrad blickt und dazu animiert wird sein Leben zu ändern. Entsprechend hoch ist die Bedeutung dieser Darstellung für den Buddhismus. Es steht nicht nur gleichbedeutend für die gesamte Anschauung der Religion, sondern dient außerdem als Hilfsmittel für die individuelle Selbstverwirklichung. Die bildliche Darstellung soll es dabei auch Menschen ermöglichen dieses Bild zu nutzen, ohne dass sie der Sprache oder des Lesens mächtig sind. Das Lebensrad wird am äußeren Rand von einem befremdlich anmutenden Dämon umhüllt, welcher das Rad mit seinen Krallen umschließt. Dieser Dämon, Mara genannt, kann als buddhistisches Sinnbild für das christliche Symbol des Teufels betrachtet werden und wird in seinen Aufgaben von drei Töchtern (Lust, Unzufriedenheit und Gier) unterstützt. Außerhalb des Rads erkennt man zwei Figuren. Diese stehen außerhalb der Wiedergeburt und können als gottähnliche Wesen betrachtet werden. Meist befindet sich oben links ein körperloses geisterhaftes Wesen und oben rechts der Begründer des Buddhismus. Dieser wird üblicherweise mit einer Almosenschale und einer Erdberührungshandgeste dargestellt. Das eigentliche Lebensrad besteht aus vier ineinander verschachtelten Kreisen. Der erste Kreis, welcher die Radnabe darstellt, beinhaltet die Abbildung dreier Tiere. Ein Hahn, welcher die Gier des Menschen symbolisiert, eine Schlange, welche für Hass steht und ein Schwein, welches eine verblendete Sichtweise bedeutet. Diese drei Schwächen stellen für den Buddhismus die Hauptprobleme der Menschheit dar. In anderen Darstellungsweise können diese Tiere auch variieren. Die üblichste Alternative zeigt beispielsweise ein Schwein als Zeichen der Unwissenheit, eine Taube für die Bedeutung der Gier und eine Schlange in der Rolle des Hasses. Angeblich sei es erst dann möglich die Erleuchtung zu erreichen, wenn man jene drei Probleme gelöst hat. Im zweiten Kreis sind die Farben Schwarz und Weiß abgebildet. Diese stehen gleichbedeutend für die Vorgänge des Auf- und Abstiegs des Karmas, was grob übersetzt mit gutem und schlechtem gleichgesetzt werden kann. Zwischen diesen Wegen hat ein Mensch zu wählen und sie werden vom Buddhismus als vollkommen gleichberechtigt betrachtet.

Der dritte Kreis vom Lebensrad stellt sechs Daseinsbereiche dar. Dieser Bereich ist grundsätzlich wesentlich breiter gehalten und umfasst jene Gebiete, in welchen die verschiedenen Wesen abhängig von ihren Taten und Absichten wiedergeboren werden. Diese Bereiche umfassen Welten für Götter, eifersüchtige Götter, Menschen, Tiere, Geister und Höllenwesen. Abhängig von den Taten im früheren Leben wird man einem dieser Daseinsbereiche zugeordnet. Buddhisten sind bestrebt eben jene Bereiche zu verlassen und glauben, dass Buddha versucht jedem Wesen, unabhängig vom Daseinsbereich, zu helfen diese endgültig zu verlassen. Der vierte Kreis im Lebensrad ist der Rand dessen.

 

Das Lebensrad und seine 12 Teile

Dieser ist in zwölf Teile untergliedert, welche eine Kette darstellen sollen, welcher man unausweichlich folgen muss. Am Anfang dieser zwölf Stationen steht die Mitte oben, welche eine blinde Greisin darstellt. Sie besitzt Topf, wie auch Stock und bewegt sich auf einen Abgrund zu. Dies symbolisiert die Unwissenheit der Menschen und stellt den Ursprung von Taten und Absichten dar, welche Karma erzeugen, welches dafür verantwortlich ist, dass die nächste Wiedergeburt durchgeführt wird. Das nächste Feld stellt einen Töpfer dar, welcher Krüge für einen zukünftigen Gebrauch herstellt. Dies repräsentiert die Tatabsichten der Menschen. Das nächste Feld beinhaltet einen Affen, welcher sich von Ast zu Ast schwingt. Darunter verstehen die meisten Menschen, dass man mit diesen Tatabsichten unweigerlich seine Taten festlegt und einmal gelegten Absichten folgen wird. Als nächstes sieht man ein Boot, in welchem zwei Männer versuchen einen Strom zu überqueren. Diese stehen für die geistigen und physischen Komponenten, welche während eines Lebens aneinander gekettet und aufeinander angewiesen sind. Der fünften Kreis stellt ein Haus mit sechs Fenstern dar, welche mit den sechs Sinnen des Menschen gleichgesetzt werden. Als nächstes kommt ein Feld, welches ein Liebespaar dar.

Es steht gleichbedeutend für Berührungen mit der Außenwelt. Im siebten Feld erkennt man ein von einem Pfeil durchbohrtes Auge, welches die Wirkung dieser Berührungen auf den Menschen symbolisieren soll. Das achte Kettenglied stellt eine mit Bier gefüllte Kanne dar. Damit wird versucht das menschliche Verlangen abzubilden, welches dafür sorgt, dass man nach dem Tod eine neue Existenzform ergreifen möchte. Als nächstes folgt ein Mensch oder Affe, welcher einen Ast packt, um davon Früchte zu pflücken. Darin wird die Darstellung vermutet, dass der Mensch im Laufe seines Lebens immer gieriger wird und noch mehr erreichen möchte. Anschließend folgt eine Darstellung der Zeugung. Diese steht für das Werden des neuen Wesens nach der Wiedergeburt. Das vorletzte Feld stellt eine Geburt dar und steht in diesem Sinne auch für die Geburt in jenes neue Wesen. Schlussendlich verbinden Alter und Tod das Lebensrad zu einem Kreislauf. Abgesehen von seiner religiösen Bedeutung hilft dieses Gemälde vielen Menschen dabei sich über die verschiedenen Phasen des Lebens bewusst zu werden und trägt einen wesentlichen Beitrag zur Selbstfindung verschiedener Menschen dar. Selbst, wenn Sie den religiösen Glauben hinter diesem Bild nicht teilen, so kann es Ihnen trotzdem nützlich sein, indem sie während einer Meditation an seine verschiedenen Teile und Inhalte denken.